Linnansaari

   

Der Linnansaari Nationalpark besteht aus einer Gruppe von 130 – mindestens einen Hektar großen –  Inseln mit der Hauptinsel Linnansaari und den dazwischen gelegenen Wasserflächen inmitten des Haukivesi-Sees in der Nähe von Rantasalmi. Außerdem befinden sich jede Menge Felsenriffe und Klippen in den Gewässern des 1956 gegründeten und 38 Quadratkilometer großen Parks.  Das Besucherzentrum Oskari befindet sich in Rantasalmi. Hier gibt es eine interessante Ausstellung zum Nationalpark, die mit den Augen des finnischen Jungen „Oskari“ dargestellt wird. Im Untergeschoss befindet sich ein Aquarium mit Fischarten, die im See leben. Wechselnde Ausstellungen in der Bücherei und ein Café runden das Angebot ab. Das Besucherzentrum hat im Sommer tägöich, im Winter von dienstags bis samstags geöffnet.

Der Besuch des Parks beginnt für Wanderer zunächst mit dem Abenteuer Bootfahren. Ab Oravi fahren im Sommer mehrmals täglich Boote nach Linnansaari. Aber auch von Järvisydän ist eine Überfahrt möglich. Das Anlegen einer Schwimmweste ist Pflicht für alle. Falls das Wetter nicht ganz so schön ist und der Wind über den See bläst, kann die Fahrt schon ein wenig stürmisch werden. Wer nicht ängstlich ist, für den ist es ein Mordsspaß, über die Wellen zu reiten! Aber auch für Angsthasen ist es kein Problem. Bisher sind  immer alle heil an Land angekommen.

© Bernhardt: Einsteigen!

 

© Bernhardt: Los geht’s

In der Nähe des Anlegestegs auf der Hauptinsel Sammakkoniemi hat ein kleines Café geöffnet, in dem man sich noch mit Proviant für eine Wanderung eindecken oder sich mit kleinen warmen Gerichten stärken kann. Hier kann man auch Kanus, Kajaks oder Ruderboote leihen, um den Nationalpark auf dem Wasser zu erkunden.

© Gundi Bernhardt: Das kleine Cafè

Nicht nur die Inseln zählen zum Nationalparkgebiet, sondern auch das Seengebiet ringsherum. Wer Glück hat, entdeckt die Saimaaseerobbe, die hier ein Paradies gefunden hat. Auch Campen ist auf der Insel möglich, außerdem hält ein Hostel mehrere Blockhütten für Gäste bereit. Zeltplätze und einfache Kochstellen findet man ebenso.

© G.Bernhardt: die Ruhe ist spürbar

Die Erkundung der Insel kann auf mehreren Wanderwegen erfolgen, je nach Gehvermögen und Lust kann man ganz kurze Strecken von wenigen Hundert Metern erlaufen oder sich für eine der längeren Strecken entscheiden. Der längste und beliebteste Wanderweg ist der Rengaspolku mit ca. 7 km Länge. Auf ihm erhält man einen guten Überblick über die Flora der abwechslungsreichen Insel. Leider gibt es im Sommer auch Unmengen von Mücken. Deshalb sollte man unbedingt vorsorgen und sich mit Spray  eindecken. Auch eine Kopfbedeckung kann sehr nützlich sein!

© Bernhardt: Flechten im Nationalpark

Dicht bewachsene Waldbereiche sind ebenso zu finden wie schroffe, teils mit üppigen Flechten und kleinwüchsigen Kiefern bewachsene Felsen. Vom Aussichtspunkt Linnavuori hat man einen tollen Blick über die Insel und den See. Teilweise sind Bohlen verlegt, da, wo der Weg durch morastisches Gelände geht. Im Innern der größeren Inseln findet man üppige Laubmischwälder. Diese Wälder haben die Fischadler zu ihrem Heimrevier erkoren und kommen jedes Frühjahr aus ihren Winterquartieren in Afrika zum Brüten zurück. Hier finden sie ideale Bedingungen vor und können ihre fischige Beute oft schon hoch oben aus der Luft im seichten und klaren Wasser des Haukivesi erspähen.  Es gibt so viele Fischadler im Nationalpark, dass dieser sogar zum Wappentier des Parks gewählt wurde.

© Bernhardt: Linnansaari-Nationalpark

 

© Bernhardt: Linnansaari Nationalpark

Wenn man wieder den Ausgangspunkt seiner Wanderung erreicht hat, kann man sich noch einen Kaffee in einer Kuksa, einer original finnischen Holztasse, gönnen und am Ufer auf die Rückfahrt des Bootes warten. Dann heißt es wieder: einsteigen und über den See zurück zum Hafen! Ein toller Ausflugstag für die ganze Familie ist zu Ende!

© Gundi Bernhardt: Kaffeegenuss

 

Hier geht es zur offiziellen website des Nationalparks Linnansaari

Boottransfer nach Linnansaari

Einen Eindruck des Nationalparks, wie man ihn bei einer Paddeltour erleben kann, sehen Sie hier: